Die Geschichte des Couscous – Ein Gericht mit langer Tradition und besonderem Lebensgefühl

Wussten Sie, dass Couscous laut Historikern bis ins Jahr 238 v. Chr. zurückverfolgt werden kann? Couscous gilt als nahrhaftes, leckeres und praktisches Gericht mit langer Tradition, das den Weg aus der nordafrikanischen Küche bis auf die Speisekarten der ganzen Welt fand.

Erstmals wird Couscous in dem muslimischen Kochbuch „Kitāb al-ṭabīkh fī al-Maghrib wa’l-Āndalus erwähnt, das im 13. Jahrhundert geschrieben wurde. Es wird vermutet, dass das Gericht in Vorderasien erfunden wurde und anschließend erst in den Maghrebstaaten und insbesondere bei den Berbern Berühmtheit erlangte. Auch heute ist es aus den Küchen dieser Region nicht mehr wegzudenken. Das Wort Couscous stammt aus dem arabischen Wort „Kuskus“ und dem berbischen Wort „K’seksu“ ab und bedeutet in etwa sowas wie „zu pochen“. Es gilt als das Nationalgericht des Maghreb.

Der berühmte arabische Reisende Leo Africanus, der von 1465-1550 lebte, beschrieb das Gericht folgendermaßen: „Couscous sollte jeden Tag verzehrt werden, denn es kostet sehr wenig, aber nährt dafür umso mehr“.

Couscous kam im 18. Jahrhundert nach Europa

Seinen Siegeszug begann das Gericht in Nordafrika und verbreitete sich von da aus nach Libyen, Mauretanien und Ägypten, wo man den Geschmack, die geringen Herstellungskosten und die lange Haltbarkeit auf Anhieb wertschätzte. Denn ähnlich wie Reis, Brot und Nudeln ist Couscous in der Küche vielseitig einsetzbar und harmoniert mit verschiedenen Fisch- und Fleischgerichten, sowie mit Salat oder Gemüse. Selbst köstliche Nachspeisen sind mit diesem Gericht möglich.

Couscous kam erst im 18. Jahrhundert nach Europa, als arabische Händler ihn auf ihren Reisen mitbrachten. Doch besonders algerische Einwanderer machten ihn zunächst in Frankreich berühmt, weshalb er dort laut Umfragen als das zweitbeliebteste Gericht nach dem „Blanquette de Veau“ gilt. Jede französische Hausfrau, die gerne kocht, hat einen „Couscoussier“ im Haushalt, um nach Bedarf Couscous zu kochen.

Auch in Italien erfreut sich die ursprünglich orientalische Speise großer Beliebtheit. So gibt es in Sizilien beispielsweise das alljährliche Couscous-Festival in der sizilianischen Stadt San Vito Lo Capo, bei der sich alles um das beliebte Gericht in all seinen Variationen dreht. In Deutschland haben insbesondere auch marokkanische und tunesische Einwanderer zur Verbreitung des Couscous beigetragen.

Couscous – Mehr als nur ein Gericht

Besonders in den Maghreb-Staaten gilt Couscous als ein Lebensgefühl und hat sowohl eine religiöse als auch symbolische Bedeutung. Frauen bereiten das Gericht z.B. zu feierlichen Anlässen oder Familientreffen zu. Deshalb wird Couscous mit Zusammenhalt und einem besonderen Gemeinschaftsgefühl assoziiert. Auch steht er für Wohlstand, Fruchtbarkeit und das sogenannte „Barakat“, was in etwa so viel wie „Gottes Segen“ bedeutet.  Beispielsweise ist es auch Tradition, dass Frauen während der Zubereitung von Couscous Ihre Dankbarkeit und ihr Wohlwollen für diese besondere Speise äußern.

Wo ist Couscous besonders beliebt?

Auch auf der iberischen Halbinsel hat Couscous besonders aufgrund der Nähe zu den Maghgrebstaaten lange Tradition. Sehr gerne wird er auch in Israel konsumiert, wo er häufig in den Hauptgerichten findet. Auch Italien und Frankreich kommt neben Nudeln häufig Couscous auf den Tisch.

In Brasilien kennt man Couscous auch seit dem 16. Jahrhundert, wo er von den Portugiesen eingeführt wurde. Besonders die Desserts „Cuscuz Paulista“, ein brasilianischer Kuchen aus Couscous, und „Cuscuz Nordestino“, ein brasilianischer Pudding aus Couscous, sind sehr beliebt.

Doch mittlerweile kennt und liebt man Couscous weltweit. Besonders der kulinarische Einfluss der Maghrebstaaten und die weltweit steigende Zahl der Vegetarier führen heutzutage zu einer steigenden Couscous-Nachfrage.

Auch Martino Couscous hat Tradition

Martino war im Jahr 1994 der erste Couscous-Produzent Italiens und hat sich über die Jahre mit authentischen und natürlichen Couscous-Produkten einen Namen gemacht. Da Martino ausschließlich Couscous produziert, dreht sich alles darum, ein Produkt mit der bestmöglichen Qualität herzustellen. Es wird ständig geforscht und weiterentwickelt.

Deshalb weist Martinos Couscous ganz besondere Eigenschaften aus. Die perfekte Kombination von unterschiedlichen Hartweizensorten sorgt für ein unverwechselbaren Geschmack und Aroma des Couscous. Außerdem besitzt Martino Couscous eine außergewöhnlich hohe Quellfähigkeit. Während herkömmlicher Couscous auf das doppelte Volumen aufquillt, erreicht Martino Couscous das 2,6 fache seines Trockenvolumens.

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